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Der Bayerwald-Tierpark Lohberg im SchneegewandArtikel drucken
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Im Winter schläft die Natur, sagt man. Mag sein, aber im Tierpark ist immer was los. Täglich von 10-16 Uhr geöffnet.

Falls der eine oder andere Zeitgenosse keinen Gefallen an Schnee und Frost finden kann, so tröste es ihn, dass die Tiere im Bayerwald-Tierpark das Absinken des Thermometers geradezu genießen. Ohne Zweifel hellt sich auch bei den Besuchern das Gemüt auf, wenn sie bei einem Streifzug ( die Wege sind geräumt und gestreut ) das Wohlgefühl der Vierbeiner auf sich wirken lassen.
"Für die frei lebenden Tiere ist der Winter eine harte Zeit", bestätigt fachliche Leiterin Claudia Schuh. Vor allem ist wenig Nahrung zu finden. Dennoch weiß die Natur auch damit umzugehen. Wenn die Tage im Herbst kürzer werden, die Temperaturen sinken - und die Zugvögel schon längst die Region verlassen haben - müssen sich die zuhause gebliebenen eben auf die dunkle und kalte Jahreszeit einstellen.
Tiere treffen hierzu Vorkehrungen für den Winter, und wenn es nur das dicke Winterfell ist, das sie vor der Kälte schützt. Einige können die Kälteperiode nur überstehen, indem sie in eine Winterruhe oder einen Winterschlaf verfallen. Zwischendurch wachen die Winterschläfer immer mal wieder kurz auf, um ihre Position zu ändern und Darm und Blase zu entleeren. Sie fressen jedoch nichts, sondern ernähren sich in dieser Zeit ausschließlich von ihrem über Spätsommer und Herbst angefressenen Fettpolster.
Um Energie zu sparen, verlangsamen sich Atmung, Herzschlag und Stoffwechsel - auch die Körpertemperatur sinkt ab. Neben den Tieren, die ruhen und schlafen, gibt es auch andere, die in eine Starre fallen - ein Zustand, der dem Tod näher als dem Leben scheint.
Dazu gehören Insekten, Amphibien, Reptilien sowie einige Fische. Sie selbst können ihren Körper nicht erwärmen - nur mit dem Ansteigen der Außentemperatur erwachen sie wieder "zum Leben". Dauert die Phase der Starre jedoch zu lange an oder ist es zu kalt, sterben sie schließlich und erwachen nicht mehr durch die wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings.
Im Gegensatz zu den Menschen nicht warm anziehen müssen sich die Wisente, die sich genussvoll auf dem flockigen Untergrund wälzen und mitunter sogar weiße Wolken aufwirbeln.
Wenn der Biber ins eiskalte Wasser eintaucht, läuft so manchem Beobachter eine Gänsehaut über den Rücken. Für den Dammbaumeister stellen die Minusgrade keine Bedrohung dar, wen wundert´s, bei bis zu 37.000 Haaren pro Quadratzentimeter Fell.
Natürlich lässt die Tiere selbst ein langatmiger Winter nur deshalb kalt, weil sie keine Not leiden. "Im Gegensatz zu den Artgenossen in freier Wildbahn, die um ihr Überleben kämpfen, ist der Tisch der Zootiere reichlich bedeckt", sagt Tierärztin Claudia Schuh. Für einige Tiere, wie beispielsweise die Elche, ist das Absinken des Thermometers besonders wohltuend. Um sich davon zu überzeugen, muss man sich allerdings schon auf den Weg in den Bayerwald-Tierpark Lohberg machen.

Der Tierpark ist ganzjähring geöffnet - von November - März von 10.00 - 16.00 Uhr
von April - Oktober von 09.00 - 17.00 Uhr


Redakteur: Tourist-Info Lohberg
Veröffentlicht: 2/21/2012

Quelle: 
Erholungsort Lohberg
Original Artikel: 
Erholungsort Lohberg


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